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AG München – Az. 233 C 3757/11

Zeitnahe Barabhebung mit gestohlener EC-Karte ist ein Anscheinsbeweis

Es ist wohl eine der größten Horrorvorstellungen jedes Verbrauchers: Man verliert seine EC-Karte oder diese wird gestohlen, und im Anschluss hebt der Dieb bzw. Finder direkt einen großen Geldbetrag vom Konto ab. Normalerweise ist die Bank dazu verpflichtet, dem Kunden in einem solchen Fall seinen Schaden zu ersetzen. Allerdings gibt es hierbei Einschränkungen. Stellt sich zum Beispiel heraus, dass der Kunde fahrlässig gehandelt hat, kann der Erstattungsanspruch eingeschränkt oder sogar ganz aufgehoben werden.

Aber was bedeutet in diesem Zusammenhang "Fahrlässigkeit"?

Nun, die Fahrlässigkeit kann sich sowohl auf die EC-Karte selbst beziehen, sie kann aber auch den Umgang mit der Geheimnummer – der so genannten PIN – betreffen. Wie verhält es sich beispielsweise, wenn der Kunde seine PIN Nummer direkt in der Nähe der EC-Karte aufbewahrt, zum Beispiel im Portmonee oder in einer Handtasche?

In diesem Fall – das zeigen mehrere vorangegangene Gerichtsurteile – handelt der Kunde grob fahrlässig und die Bank kann die Erstattung des verlorenen Geldes verweigern. Doch in diesem Zusammenhang stellt sich noch eine weitere Frage: Woran lässt sich beweisen, dass der Kunde seine PIN Nummer unverhältnismäßig aufbewahrt hat?

Klarheit könnte dabei ein aktuelles Gerichtsurteil bringen, welches vom Amtsgericht München gesprochen wurde. In dem zugrunde liegenden Fall ging es um die Kundin einer Bank, der ihre EC-Karte gestohlen wurde. Obwohl die Kundin dem Diebstahl zeitnah nach Bemerken bei ihrer Bank meldete und das Konto sperren ließ, hatte der Dieb bereits mehr als 1000.- Euro von Konto abgehoben. Die Kundin verlangte daraufhin Schadenersatz von ihrer Bank, was diese jedoch zunächst verweigerte.

Die Gründe der Bank: Durch die zeitnahe Sperrung des Kontos hätte bei nicht fahrlässiger Aufbewahrung der PIN Nummer in dieser kurzen Zeit vom Dieb kein Geld abgehoben werden können. Im Umkehrschluss bedeute dies: Die Frau muss somit die PIN Nummer im Portmonee oder in ihrer Handtasche (die komplett gestohlen wurde) aufbewahrt haben, sonst hätte der Dieb nicht so schnell das Geld abheben können. Mittels eines Protokolls des betreffenden Geldautomaten konnte nachgewiesen werden, dass die Abhebung unter Verwendung der EC-Karte und regulärem Einsatz der PIN erfolgte.

Das Gericht gab den Ausführungen der Bank Recht und wies die Klage der Frau ab. Die Richter sahen es als Anscheinsbeweis an, dass bei einer solch kurzfristigen Sperrung des Kontos eine Barabhebung nur dann möglich sei, wenn der Dieb auf der EC-Karte selbst oder in direkter Nähe die PIN Nummer findet. Genau das müsse in diesem Fall gegeben gewesen sein.

Fazit: Jeder Inhaber einer EC-Karte sollte darauf achten, die PIN Nummer niemals aufzuschreiben, schon gar nicht auf die Karte selbst. Auch ein Zettel mit der aufgeschriebenen Nummer sollte – wenn überhaupt – zu Hause sicher versteckt aufbewahrt werden, aber niemals im Portmonee oder in einer Handtasche. Andernfalls könnte jeglicher Erstattungsanspruch im Ernstfall verfallen.

Fragen & Antworten

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  1. Rajabi, Razieh fragte am #

    Hallo,

    meine Karte wurde gestollen und meine Pin-Nummer war nicht in meiner Brieftasche drin. Der dieb hatte innerhlat weniger als eine Stunde mein Gehlat abgehoben und ich habe es erst eine Stunden nach der Diebstahl bemerkt, dass meine Brieftasche mit dem EC-karte gestollen wurde. Commerzbank will keine Schadenersatz bezahlen, obwohl ich meine Pin nicht in Brieftasche oder auf der Karte aufbewahrt hatte. Wie soll ich jetzt vorgehen? Habe ich einen Chance, wenn ich den Commerzbank wiederspreche?
    Danke für Ihre Antwort.

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    • Antwort der Redaktion vom 14. Februar 2013 um 10:01: #

      Eine verbindliche Auskunft kann Ihnen dazu nur ein Rechtsanwalt geben. Der BGH urteilt in solch einem Fall leider immer noch etwas altertümlich und zieht die Anscheinshaftung heran. Ein Urteil aus dem Jahr 2004 des BGH (Az. XI ZR 210/03) besagt: Wird zeitnah nach dem Diebstahl einer ec-Karte unter Verwendung dieser Karte und Eingabe der richtigen persönlichen Geheimzahl (PIN) an Geldausgabeautomaten Bargeld abgehoben, spricht grundsätzlich der Beweis des ersten Anscheins dafür, dass der Karteninhaber die PIN auf der ec-Karte notiert oder gemeinsam mit dieser verwahrt hat, wenn andere Ursachen für den Missbrauch nach der Lebenserfahrung außer Betracht bleiben. (Quelle: Ferner-Alsdorf.de)

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  2. Herbert fragte am #

    Hallo,

    mir wurde meine Geldbörse letzte Woche gestohlen!!
    Vermutlich letzten Donnerstag oder Freitag….
    Samstag Morgen wurde in der Bank, in der ich meine letzte Barauszahlung (knapp 2 Wochen her) mein komplettes Konto leer geräumt inkl. Kreditrahmen!

    Viel zu spät (erst heute!) habe ich bemerkt, dass mir meine Geldbörse geklaut wurde!!!!
    Mein PIN befand sich definitiv nicht im Geldbeutel!
    Ich zahle sehr häufig mit Karte und kenne meinen PIN! Außerdem was heißt „zeitnah“?
    Evtl. hatten die Diebe einen ganzen Tag Zeit!
    Leider habe ich den Verlust sehr spät bemerkt und ich bin auch erst nicht von einen Diebstahl ausgegangen.
    In Polen wurde am Montag nochmals Geld abgehoben!!!
    Das Überwachungsvideo der Bank (in Deutschland) zeigt einen Mann mit Sonnenbrille und Mütze, der dann die Hand vor die Kammera hält….
    Anzeige habe ich bei der Polizei erstattet und auch bei der Bank den Verlust gemeldet….
    Karte wurde natürlich sofort gesperrt…
    Was kann ich noch tun um mein Geld wieder zu bekommen????
    Wie soll ich beweisen, dass der PIN nicht im Geldbeutel war?

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    • Antwort der Redaktion vom 14. März 2013 um 14:28: #

      Hier hilft unserer Meinung nach nur die Einschaltung eines Anwaltes, denn die Bank wird natürlich vermuten, dass bei Diebstahl und umgehender Abhebung die PIN zusammen mit der Geldkarte entwendet wurde und eine Verletzung Ihrer Sorgfaltspflichten unterstellen. Es gibt bereits Urteile, in denen dargelegt wird, dass es mit der heutigen Technik problemlos möglich ist, die Geheimzahl einer gestohlenen Geldkarte zu ermitteln und auch ohne Kenntnis der eigentlichen PIN Geld abzuheben.

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  3. Michaelis fragte am #

    Meine Frage: hatte keine Pin in der Börse und ich kann es nicht beweisen, aber die Bank will
    nicht zahlen, alle Berichte von der Polizei stehen noch aus. Was kann ich nun tun? Aber mein Konto ist mit 2000,-€ geplüntert worden.

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    • Antwort der Redaktion vom 27. Mai 2014 um 14:49: #

      Wenn Sie keine PIN in Ihrer Geldbörse mitgeführt haben, ist dies schon einmal günstig. Diese Hinweis findet sich bei jeder Sicherheitsregel im Umgang mit EC- und Kreditkarten wieder. Niemals (!!) beides im Portemonnaie mitführen. Wenn Sie eine Anzeige bei der Polizei aufgegeben haben, gibt diese Ihnen im Normalfall eine Anzeige sofort mit. Diese reichen Sie bei der Bank ein. Wenn Ihnen nicht nachgewiesen werden kann, dass sie missbräuchlich mit Ihren Geldkarten und Unterlagen umgegangen sind, haftet die Bank unter Umständen bis zu einer gewissen Grenze. Diese Haftungsgrenzen finden Sie unter anderem in den AGBs des Kreditinstitutes. In allen anderen Fällen, sollten Sie direkten Kontakt mit Ihrer Bank aufnehmen.

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  4. Sabine Heß fragte am #

    Ich habe ein neues Konto eröffnet und von der Bank weder Pin noch EC-Karte bekommen, nach meiner Nachfrage bei der Bank wurde mir mitgeteilt, daß bereits das gesamte Guthaben, welches ich auf mei Konto überwiesen hatte, abheoben wurde. Wie verhält es sich, muss die Bank den Schaden eretzen, zumal auf meine Nachfrage geantwortet wurde, daß die Karte zeitnah verschickt wird, da war bereits Geld abgehoben worden.

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    • Antwort der Redaktion vom 19. Dezember 2014 um 10:47: #

      Zuerst einmal sollten Sie wohl Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei erstatten. Es scheint sich ja eindeutig um einen Betrugsversuch zu handeln. Auf dem Postweg ist Ihre EC-Karte mit PIN verloren gegangen? Beides wird von den Banken in der Regel separat versendet? Nach der Anzeige müssen Sie Ihrer Bank natürlich umgehend den Missbrauch melden. Je nach individuellem Fall entscheiden diese über die Haftungsgrenzen bzw. -übernahme. Wenn Ihnen nachgewiesen werden kann, dass Sie vorsätzlich missbräuchlich gehandelt haben, könnte es schwierig werden. Daher raten wir Ihnen zuerst den Weg zur Polizei zu gehen.

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  5. Klasen ,Wolfgang fragte am #

    Ist es mögl. nach Diebstahl der EC Karte innerhalbvon 15 Minuten geld abzuheben ?

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    • Antwort der Redaktion vom 6. Januar 2015 um 12:29: #

      Unter Umständen kann dies schon einmal passieren und zwar genau dann, wenn jemand Ihre EC-Karte findet, Ihre Unterschrift innerhalb von wenigen Minuten nachzeichnen kann und an der Kasse bei einem bargeldlosen Bezahlverfahren mit EC-Karte mit Unterschrift bezahlen kann und der Verkäufer nicht genauer hinschaut. Hier müssen jedoch einige Zufälle zusammenkommen. Daher ist ein Zeitraum von 15 Minuten eher sehr unwahrscheinlich. Um aber genau das zu vermeiden, gibt es das KUNO-System. Mehr dazu erfahren Sie auf konto.org (einem unserer Vergleichsportale)unter http://www.konto.org/ratgeber/girokonto/girocard-sicherheitshinweise/kuno-sperrung-von-debitkarten/. Hier informiert Sie unsere Redaktion über mehr Sicherheit im bargeldlosen Zahlungsverkehr mit ec-Karte.

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  6. Sandra Beyer fragte am #

    Wenn die Ec karte nach dem Diebstahl gesperrt wurde und 15 Minuten nach dem Anruf bei der Bank geld abgeholt wurde. Hat die Bank da nicht fahrlässig gehandelt? Mir wurde von einer anderen Bank gesagt. Das die Karte sofort gesperrt wird und das dies nicht sein darf. Können sie mir helfen

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    • Antwort der Redaktion vom 31. Juli 2015 um 08:58: #

      Hallo Sandra,
      wir geben Ihnen recht, das scheint etwas merkwürdig. Normaler Weise ist es ja sinnvoll, wenn ein Sperrdienst zur Kreditkarte umgehend funktioniert. Dementsprechend sollten Sie die Bank auffordern, Ihnen das missbräuchlich abgehobene Geld zurück zu erstatten. Sollte dies nicht der Fall sein und sich um eine sehr hohe Summe handeln, sollten Sie sich an einen Anwalt oder einen Rechtsbeistand wenden. Bedenken Sie bitte auch, dass Ihnen die Bank keine Fahrlässigkeit unterstellen kann. Es kommt auch immer darauf an wie Ihre Kreditkarte verloren gegangen ist bzw. ob Sie diesen Verlust bzw. Diebstahl polizeilich gemeldet haben.

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  7. Ingrid M. Ecker fragte am #

    Hallo, Anfang Juni wurde mir in einem Restaurant mein Geldbeutel incl. EC-Karten aus meiner Handtasche gestohlen. Noch am gleichen Abend, ca. 2 Stunden nach dem Diebstahl, habe ich alle Karten sperren lassen. Leider wurden 45 Minuten vor der Sperrung von zwei EC-Karten jeweils das Tageslimit von 1.000 EUR an zwei verschiedenen Kassenautomaten abgehoben. Es gab zu beiden Karten mit 100%iger Sicherheit KEINEN PIN in meinem Geldbeutel. Die Bank lehnt die Schadensbegleichung ab, da sie darauf besteht, dass Geldabhebungen ohne PIN unmöglich sind.

    Frage: Gibt es Gerichtsurteile oder Entscheidungen, dass die Bank zahlen muss?

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    • Antwort der Redaktion vom 4. August 2015 um 08:10: #

      Wir kennen keine Gerichtsurteile in diesem Zusammenhang. Auch wir müssen bestätigen, dass eine derart zügige Bargeldabhebung nach Verlust Ihrer Geldkarte etwas merkwürdig klingt. Bitte setzen Sie sich betreffs dieses Problemes direkt mit Ihrem zuständigen Kreditinstitut in Verbindung. Wir können Ihnen an dieser Stelle leider nicht weiterhelfen. Viel Erfolg!

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  8. Marina Panidou fragte am #

    Hallo, wer kann helfen

    am 18.08.2015 wurde mir im Gartencenter die EC-Karte aus der Handtasche gestohlen.
    Bemerkt habe ich den Diebstahl erst ca. 3 Stunden später, ging sofort persönlich zur Bank und erhielt die Auskunft, dass bereits Abbuchungen in Höhe von ca. 1.600 € erfolgten für BVG-Monatskarten und 2mal Abhebungen bei der Sparkasse.
    Meine Bank -Targo-Bank- besteht darauf, ich hätte die PIN bei der EC-Karte gehabt.
    Stimmt absolut nicht, hab ich diese nicht mal zu Haus notiert habe, sondern gleich einige Tage nach Empfang vernichtet, ist bereits Jahrzehnte her.
    Also Aussage gegen Aussage, wie kann ich mein Recht erhalten?
    Danke im Voraus für Nachrichten.

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    • Antwort der Redaktion vom 24. August 2015 um 07:54: #

      Hallo Frau Panidou, leider können wir Ihnen hier nicht helfen. In einem solchen Fall wie Sie ihn schildern, könnte es schwer werden, der Bank zu widerlegen, dass Sie Ihre Geheimzahl weit entfernt von der ec-Karte aufbewahrt haben. Denn Abhebungen und Rechnungsbegleichungen innerhalb eines so kurzen Zeitraumes ist etwas ungewöhnlich. Wahrscheinlich können Sie nur auf die Kulanz der Bank hoffen. Wir wünschen Ihnen viel Glück.

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  9. rümcker fragte am #

    bei uns wurde in unseren Haus,während wir schliefen, eingebrochen.Ec Karten gestohlen und ggf. verschlüssete Pin Nummern aus der Küchenschublade gestohlen.Wer haftet für die Abbuchungen ?

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    • Antwort der Redaktion vom 2. Februar 2016 um 08:53: #

      Also aus der Ferne ist das nicht so einfach zu bewerten, da fehlen auch zu viele Details. Wir müssen Sie auch darauf hinweisen, dass wir ein Vergleichsportal sind und keine rechtlich bindenden oder rechtsberatenden Auskünfte erteilen dürfen.

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  10. Heike S. fragte am #

    Am Samstag-Mittag, 1.02.2016, habe ich das letzte Mal meine EC Karte mit PIN zum Kauf einer Fahrkarte an einem Fahrkartenautomat im Berliner Hauptbahnhof eingesetzt. Dabei ist vermutlich meine PIN ausgespäht worden. Bein Einsteigen in meinen Zug wurde ich angerempelt und bedrängt. Dabei wurde mir vermutlich die Geldbörse mit EC Karte gestohlen. Ich habe den Diebstahl erst später kurz vor meiner Ankunft bemerkt, konnte die Karte aber nicht sperren lassen, weil ich im Zug keine Netzverbindung hatte. Ich habe die Karte dann nach meiner Ankunft sperren, dabei habe ich erfahren, daß bereits weniger als 15 Minuten nachdem ich mit dem Zug abgefahren bin, binnen zwei Minuten jeweils 1000€ an einem Geldautomaten von meinem Konto abgehoben wurden und kurz drauf an einem anderen Geldautomaten noch mal 580 Euro Bargeld abgehoben wurden. Ich habe dann unverzüglich bei der Polizei an meinem Ankunftsort Strafanzeige wegen Betrugs und Diebstahl gestellt.

    Habe ich irgendeine Chance auf Schadensersatz von meiner Bank?

    Ich habe den Zahlungsbeleg vom Fahrkartenautomaten mit Uhrzeit und Automatennummer, ich habe meine abgestempelte Fahrkarte und ich habe die Strafanzeigennummer.

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    • Antwort der Redaktion vom 2. Februar 2016 um 15:26: #

      Sie haben zunächst alles richtig gemacht und die Karte umgehend sperren lassen. Zudem haben Sie offensichtlich eine Strafanzeige gestellt. Sollte Ihnen nicht grob fahrlässiges Verhalten zur Last gelegt werden, haften Sie in der Regel nur mit einem Betrag bis 150,00 Euro. Bei grober Fahrlässigkeit bzw. Vernachlässigung der Sorgfaltspflichten im Umgang mit der Karte haften Sie allerdings komplett. Viele Banken berufen sich auf letztgenannte Umstände. Wir empfehlen Ihnen, sich zunächst direkt an die Bank zu wenden und ggf. einen Anwalt zu konsultieren.

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  11. Olga B. fragte am #

    Hallo an alle,

    am 5.2.2016 passierte mir fast das gleiche Malheur, wie Heike S. Ich war auf dem Weg zum Flughafen Schönefeldt und habe um 8h26 am Fahrkartenautomaten eine Anschlussfahrkarte mit meiner EC-Karte gekauft (das Bargeld hat der Automat abgelehnt!).Dabei wurde vermutlich meine PIN ausgespäht… Beim Eisteigen blokierte ein Mann direkt vor mir den Eingang, ein anderer drängelte von hinten. Erst 2 Stunden später, als ich im Flugzeug saß bemerkte ich dass mein Portemonnaie fehlte. Am Ort angekommen, habe ich die Karten sofort sperren lassen. Online habe ich eine Polizeianzeige gestellt. Als ich 4 Tage später zu Hause war, sah ich, dass mein Konto samt Dispolimit geplündert waren. Es wurde Bargeld abgehoben und eingekauft – auch diverse BVG Karten. Die ersten Abbuchungen von 400 und 500 EUR erfolgten bereits um 8h40! Ich habe der Bank alles geschildert und eine ergänzende Anzeige wegen Kartenbetrugs gestellt. Wie sehen meine Chancen aus? Das gestohlene Geld war alles, was ich besaß…
    MfG,

    O.B.

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    • Antwort der Redaktion vom 16. Februar 2016 um 08:41: #

      Sie haben ja bereits Anzeige erstattet und Ihrer Bank den Vorgang geschildert. Es hängt ganz davon ab, ob Ihnen fahrlässiges Verhalten zur Last gelegt wird. Ist dies der Fall, haften Sie für den entstandenen Schaden. Gegebenenfalls sollten Sie einen Anwalt konsultieren.

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  12. sarnow fragte am #

    am 19. 3. 16 beim einsteigen in den ic um 10.40 Uhr wurde meine Geldbörse mit der ec karte der Postbank gestohlen. die pin habe ich im kopf und nicht in der Geldbörse. 15 Minuten später wurden vom Geldautomaten der deutschen bank brunnenstraße 2 mal 500 euro abgehoben. wie ist das ohne pin möglich. die Postbank lehnt eine schadensregulierung ab und behauptet, dass die pin wohl bei der ec karte war.

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    • Antwort der Redaktion vom 7. April 2016 um 10:48: #

      Hallo,

      für die Postbank liegt wohl der Fall des Anscheinsbeweises vor. Also, dass die PIN in der Geldbörse oder nahe der Karte zu finden gewesen sei.

      Wir dürfen keine rechtlich bindenden oder beratenden Auskünfte erteilen. Sie sollten sich an Angehörige rechtsberatender Berufe wenden.

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  13. Daniel fragte am #

    Hallo,

    bei meiner Bank wurde irgendwie der Geldautomat gehackt und mein Konto wurde in Südamerika komplett geplündert. Das heißt ich habe meine EC Karte eingeschoben und meine PIN eingegeben. Dabei muss der Täter meine Geheimzahl irgendwie abgefangen haben. Und die Bank sagt, dass Sie das Geld nicht erstatten müssen.

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    • Antwort der Redaktion vom 4. Juli 2016 um 09:53: #

      Als unabhängiges Fach- und Vergleichsportal können und dürfen wir Ihnen keine Beratung erteilen. Wir empfehlen Ihnen, sich mit Ihrer Angelegenheit an Angehörige rechtsberatender Berufe zu wenden, die Ihnen Auskunft über ihre Ansprüche und Erfolgsaussichten geben können.

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  14. Nils fragte am #

    Hallo,

    meiner Frau wurde am Freitag das Portmonee samt EC-Karte gestohlen.Etwa 15 minuten danach, gegen 18 Uhr wurde per Sperrnotruf die Karte gesperrt.

    Erst am Dienstag darauf wurden 2 Abbuchungen von zusammen rund 1000 Euro vorgenommen.

    Die Bank will den Schaden nicht ersetzen, obwohl zwischen Meldung des Schadens und dem Schadenseintritt durch Abhebung der 1000 EUR 4 Tage vergangen sind.

    Kann sich die Bank dann noch auf den Anscheinsbeweis berufen und aus der Haftung heraus, wenn sie doch selbst längst die Möglichkeit gehabt haben sollte jegliche Abhebungen zu unterbinden? Und Technisch sollte das doch kein Problem für die Bank gewesen sein.

    mfG

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    • Antwort der Redaktion vom 20. Juli 2016 um 12:48: #

      Kunden haften grundsätzlich nur für den Schaden, der bis zur Schadensanzeige entstanden ist. Bei den Banken kann dieser Selbstbehalt 0 bis maximal 150 Euro betragen. Für ungerechtfertigte Abhebungen nach Kartensperrung haftet die Bank für den vollen Schaden.

      Nur bei grober Fahrlässigkeit haftet der Kunde vollumfänglich für den gesamten Schaden, dies ist unter anderem dann der Fall, wenn sich der PIN zusammen mit der Karte im Portemonnaie befunden hat. Wir empfehlen, sich mit Ihrer Bank nochmals in Verbindung zu setzen. Ansonsten hilft nur der Gang zum Anwalt. Wir können leider keine beratende Auskunft geben.

      Denken Sie auch an die Anzeige bei der Polizei!

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  15. Matthias fragte am #

    Wurde in einem Puff über den Tisch gezogen, gab dort in einem Kartenlesegerät meine Nummer ein und hatte dann meinen Spaß in dieser Zeit musste eine Dame am Geldautomaten gewesen sein und hat mein Tageslimit bar abgehoben! Denke also sie hat meine Karte entwendet und durch die Eingabe zuvor im Lesegerät hatte sie den Pin, habe ich da nun eine Chance das Geld erstattet zu bekommen ????

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    • Antwort der Redaktion vom 18. August 2016 um 09:45: #

      Sie haben Ihre Kreditkarte aus den Augen gelassen und Ihre PIN nicht verdeckt eingegeben. Angesichts dieser groben Fahrlässigkeit sehen wir kaum eine Chance, dass Sie Ihr Geld zurückbekommen. Unser Fazit: Teurer Spaß!

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  16. Matthias fragte am #

    Der Pin wurde verdeckt eingegeben nur durch ein hack programm später sichtbar gemacht

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  17. Michael Schwarz fragte am #

    Mir ist vor etwa 3-4 Jahren in Irland in einem Internetcafe die Brieftasche geklaut worden. Ich bemerkte den diebstahl recht schnell, und versuchte das irische Konto sperren zu lassen, ging aber nicht. Konto war nach 60 min, also bevor ich das Cafe verließ, schon leer, schaden gut 7000€.
    Interessant ist aber das Deutsche Konto. Die Karte davon hatte ich 3 Jahre nicht benutzt und es wurde genauso schnell leer gemacht trotz das ich die PIN nirgendwo niedergeschrieben hatte. Die Bank schmetterte das ganze ab und ich fand nichtmal einen Anwalt der gegen den Anscheinsbeweis klagen wollte.
    Wissen sie ob sich inzwischen die Rechtslage geändert hat? Denn mein massiver schaden von gut 14000€, und diese Ungerechtigkeit an sich lässt mir keine Ruhe.

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    • Antwort der Redaktion vom 9. September 2016 um 08:43: #

      Als unabhängiges Fach- und Vergleichsportal können und dürfen wir Ihnen keine Beratung erteilen. Wir empfehlen Ihnen, sich mit Ihrer Angelegenheit an Angehörige rechtsberatender Berufe zu wenden, die Ihnen Auskunft über ihre Ansprüche und Erfolgsaussichten geben können.

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  18. Willy Oemmelen fragte am #

    Wenn mir meine EC-Karte entwedet wurde und ich die Karte sofort sperren lasse, kann dann trotzdem in irgend einem Ausland mit meiner gestohlen und gesperrten Karte Geld abgehoben werden?
    Für ihre Anwort möchte ich mich im Voraus bedanken.
    Gruß aus Geldern
    Willy Oemmelen

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    • Antwort der Redaktion vom 13. Oktober 2016 um 09:39: #

      Geldabheben mit der persönlichen PIN sollte nach der Sperrung nicht mehr möglich sein.

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  19. Peter S. fragte am #

    EC Karte und PIN nicht zusammen aufbewahrt.
    EC Karte in der vorderen Hosentasche links und die PIN im Portemonnaie in der Gesäßtasche hinten rechts. Trotzdem beidses gestohlen. Kartensperrung sofort veranlasst und Anzeige bei der Polizei erstellt.
    Die Täter (3 bosnische Frauen) wurden auf frischer Tat von der Polizei bei der widerechtlichen Abhebung von 1000,00 € ertappt und verhaftet. Auf der Wache wurde jedoch das Bargeld diese 1000,00 € nicht gefunden. Personalien wurden festgestellt.
    Bank lehnt Erstattung ab ! Was kann ich noch tun ??

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    • Antwort der Redaktion vom 27. Oktober 2016 um 12:48: #

      Wir wissen leider nicht, ob Sie grob fahrlässig gehandelt haben. Deshalb empfehlen wir Ihnen, sich professionell beraten zu lassen.

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