Girokonto wechseln
Früher sagte man, ein Kunde und seine Bank haben eine Verbindung fürs Leben. Heutzutage gilt dieser Spruch schon längst nicht mehr. Immer mehr Verbraucher wechseln von den großen Filialbanken zu günstigen Direktbanken. Will man ein Girokonto wechseln, muss man aber einige Punkte beachten, die wir Ihnen auf dieser Seite erklären wollen.
1. Auswahl des neuen Kontos
Wenn Sie ihr Girokonto wechseln wollen, müssen Sie sich vorher erst einmal für ein neues Konto entschieden haben. Bei der Auswahl geeigneter Konten und Banken kann ein Girokonto-Vergleich hilfreich sein, der nicht nur die wichtigsten Ausstattungspunkte aller Konten, sondern auch die Girokonto-Gebühren für verschiedene Einsatzzwecke vergleicht. Haben Sie sich für ein neues Konto entschieden, muss dieses eröffnet werden. Wie Sie dabei vorgehen müssen, erfahren Sie auf der folgenden Seite: Girokonto beantragen.
2. Änderung der Bankverbindung für alle Einzahlungen
Haben Sie sich für ein neues Konto entschieden und ist dieses zur Benutzung freigeschaltet, können Sie im zweiten Schritt alle Stellen, von denen Sie Geld auf Ihr Girokonto überwiesen bekommen. Diese Stellen können sein: Arbeitgeber, Arbeitsamt, Behörden, der ehemalige Lebensgefährte bei Unterhaltszahlungen etc. Lassen Sie sich die Änderung der Bankverbindung am besten bestätigen oder warten Sie einfach, bis das Geld zum ersten Mal auf ihrem neuen Girokonto eingeht. Danach können Sie sich an den nächsten Schritt machen.
3. Änderung der Bankverbindung für alle Lastschriften und Daueraufträge
Dieser Schritt sollte erst dann erfolgen, wenn das neue Girokonto genügend Deckung aufweist, damit die Abbuchungen auch durchgeführt werden können. Deshalb wird er dem Wechsel der Bankverbindung für alle Einzahlungen nachgelagert. In diesem Schritt geben Sie allen Stellen ihre neue Bankverbindung durch, die per Lastschrift in bestimmten Abständen Geld von ihrem Konto abbuchen. Dazu gehören unter anderem: Elektrizitätswerke, Banken, die denen Sie Kredite zu laufen haben, ihr Vermieter bzw. Makler oder auch etwa das Finanzamt, welches die Kfz-Steuer von ihrem Konto abbucht. Sollten Sie keinen genauen Überblick darüber haben, wer alles von ihrem Konto abbucht, hilft meist ein Blick in die gesammelten Kontoauszüge der letzten drei Monate.
Nach den Lastschriftaufträgen kommen die Daueraufträge an die Reihe, die Sie eventuell auf ihrem Konto eingerichtet haben. Diese richten Sie einfach auf ihrem neuen Konto ein und löschen sie zeitgleich auf ihrem alten Konto. Damit wird vermieden, dass sie Daueraufträge doppelt eingeben und Geld zweimal von ihrem Konto abgebucht wird.
Für die Mitteilung der neuen Bankverbindung an alle abbuchenden und zahlenden Stellen wird von einigen Banken ein Kontowechselservice angeboten, so zum Beispiel für das 1822direkt Girokonto oder das Comdirect Girokonto.
4. Übertrag des Restguthabens bzw. Ausgleich des Saldos
Sind alle ein- und ausgehenden Zahlungen auf das neu eröffnete Girokonto gelenkt, haben Sie einen genauen Überblick, welches Guthaben sich noch auf dem alten Konto befindet bzw. wie weit sich dieses im Soll-Bereich, dem so genannten Dispositionskredit, befindet. Bei einem positiven Restguthaben lassen Sie dieses auf ihr neues Girokonto transferieren und bei einem negativen Saldo gleichen Sie diesen vor Auflösung des Kontos aus, so dass am Ende das Konto ausgeglichen ist.
5. Altes Girokonto kündigen bzw. auflösen
Der letzte Schritt beim Wechsel Ihres Girokontos besteht nun darin, das alte Konto zu kündigen bzw. aufzulösen. Sollten Sie bei Punkt drei einen Lastschriftauftrag übersehen haben, wird der abbuchenden Stelle automatisch mitgeteilt, dass ihre alte Bankverbindung erloschen ist. Zur Sicherheit und um die bei der Nachforschung nach einer neuen Bankverbindung möglicherweise entstehenden Kosten zu vermeiden, empfehlen wir, altes und neues Konto für ein, zwei Monate zusammen laufen zu lassen, bevor das alte Girokonto endgültig aufgelöst wird.
